Skip to content
1836

Das Lied vom Monde

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Wer hat die schönsten Schäfchen? Die hat der goldne Mond, Der hinter unsern Bäumen Am Himmel drüben wohnt.

Er kommt am späten Abend, Wann Alles schlafen will, Hervor aus seinem Hause Zum Himmel leis' und still.

Dann weidet er die Schäfchen Auf seiner blauen Flur; Denn all die weißen Sterne Sind seine Schäfchen nur.

Sie thun sich nichts zu Leide, Hat eins das andre gern, Und Schwestern sind und Brüder Da droben Stern an Stern.

Und soll ich dir eins bringen, So darfst du niemals schrei'n, Mußt freundlich wie die Schäfchen Und wie ihr Schäfer sein!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Das Lied vom Monde · August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · Poetry Cove