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1798–1874

Aus Germaniens Klagelied.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Was soll ich armes Reich, was soll ich endlich machen, Nun mir genommen ist mein Freuen, Lust und Lachen? Kaum bin ich mehr bei Sinnen In dieser langen Noth.

Was soll ich doch beginnen? Nur wünsch' ich mir den Tod. Die Kinder so ich selbst erzeuget sind die Schlangen, Die ihre Mutter, mich, zu würgen unterfangen;

Die haben mich zerbissen, Daß fast mein ganzer Leib In Stücklein ist zerrissen: O weh, ich armes Weib!

Ach, Lieb' und Treu ist hin, die Gottesfurcht erkaltet; Der Glaub' ist abgethan, Beständigkeit veraltet. Das deutsche Blut bedünget So manches schöne Land;

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