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1798–1874

3.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

herzenerhebenden, Düstres und Klares, Schönes und Wahres sinnig verwebenden, Erd' und Himmel minnig umschwebenden,

die da trachten und dichten, das Dunkle zu lichten, das Gebeugte zu richten, das Verworrne zu schlichten;

Die aus der Erde Banden und Schlingen Sich frei mit der Lerche gen Himmel schwingen, Und unbekümmert um diesen und jenen Fröhlich singen ihr Lieben und Sehnen,

Und nicht aus Pfützen und Lachen schlürfen, Und keiner undeutschen Quelle bedürfen, Und nach keinen fremden Gängen schlürfen — Sondern am heimischen Born sich laben

Und in ihrem eigenen Herzen graben, Weil sie selbst den Schacht im Herzen haben; Die wie der Frühling Blüthen entfalten Und wie der Frühling niemals alten,

Und auf die ganze Welt verzichten, Weil sie nicht um Ruhm und Geld dichten.

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