Skip to content
1836

2.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Nun gute Nacht! Du hast für heut genug gelacht, Doch hast du auch geweint gar sehr, Als ob dir Leids geschehen wär'.

Das kann nicht sein! Drum, liebes Kind, schlaf' ruhig ein. Was deiner Mutter widerfuhr, Das war dein ganzes Leiden nur.

So schlaf' denn ein! Die Wieg' ist deine Welt allein, Drin Sonn' und Mond nicht untergeh'n, Noch Wolken zieh'n und Winde weh'n.

Das kennst noch nicht, Und kennst, mein Kind, gar vieles nicht; Doch weißt genug, wenn Eins du weißt, Was Vater und was Mutter heißt.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
2. · August Heinrich Hoffmann von Fallersleben · Poetry Cove