Der, in seiner Herlichkeit
Wiederkehrend, Reiz und Segen
Ueber Thal und Hügel streut!
Seine Macht verjüngt und gattet
Alles, was der grüne Wald,
Was der zarte Halm beschattet,
Und die laue Wog' umwallt.
Tanz, o Jüngling, tanz, o Schöne,
Die des Maies Hauch verschönt!
Menget Lieder ins Getöne,
Das die Morgenklocke tönt,
Ins Gesäusel junger Blätter,
Und der holden Nachtigall
Liebejauchzendes Geschmetter;
Und erweckt den Wiederhall.
Flieht der Stadt umwölkte Zinnen!
Hier, wo Mai und Lieb' euch ruft,
Athmet, schöne Städterinnen,
Athmet frische Maienluft!
Irrt mit eurem Sonnenhütchen,
Auf die Frühlingsflur hinaus,
Singt ein fröhlich Maienliedchen,
Pflücket einen Busenstrauss!
Schmückt mit Kirschenblütenzweigen
Euch den grünen Sonnenhut,
Schürzt das Röckchen, tanzet Reigen.
Wie die Schäferjugend thut!
Bienen sumsen um die Blüte,
Und der Westwind schwärmt sich matt,
Schwärmt, und haucht auf eure Hüte
Manches weisse Blütenblatt.