Skip to content
1748–1776

Elegie auf ein Landmädchen.

Ludwig Christoph Heinrich Hölty

Vom bemoosten Kirchenthurm herab. Väter weinen, Kinder, Mütter, Bräute; Und der Todtengräber gräbt ein Grab. Angethan mit einem Sterbekleide,

Eine Blumenkron' im blonden Haar, Schlummert Röschen, so der Mutter Freude, So der Stolz des Dorfes war. Ihre Lieben, voll des Misgeschickes,

Denken nicht an Pfänderspiel und Tanz, Stehn am Sarge, winden nasses Blickes Ihrer Freundin einen Todtenkranz. Ach! kein Mädchen war der Thränen wehrter,

Als du gutes frommes Mädchen bist, Und im Himmel ist kein Geist verklärter, Als die Seele Röschens ist.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.