Wie Dichter thun,
Sah einst im Thal, wo Schatten kühlte,
Die Dafne ruhn.
Er nahte sich mit Stuzertritten,
Mit Ach und O,
Als Dafne schnell mit Zefirschritten
Dem Gott entfloh.
Sie flog voran; Apollo keuchte
Ihr hizig nach,
Bis er die Schöne fast erreichte
Am Silberbach.
Da rief sie: Rettet mich, ihr Götter!
Die Thörin die!
Zeus winkt, und starre Lorberblätter
Umfliegen sie.
Ihr Füsschen, sonst so niedlich, wurzelt
Im Boden fest;
Apollo kömmt herangepurzelt,
Und schreiet: Pest!
Dann lehnt er seine feuchten Wangen
Ans grüne Holz:
Jüngst eine Nimfe, sein Verlangen,
Der Nimfen Stolz!
Er girrt ein Weilchen, sinnt, und pflücket
Sich einen Kranz‚
Der seine blonde Scheitel schmücket
Bei Spiel und Tanz.
Du arme Dafne! Tausend pflücken
Nun Kränze sich
Von deinen Haaren, sich zu schmücken!
Du daurest mich!
Die Krieger und die Dichter zausen
In deinem Haar,
Wie Stürme, die den Wald durchbrausen!
Die Köche gar!
Ja ja, die braunen Köche ziehen
Dir Locken aus,
Zum lieblichen Gewürz der Brühen
Beim Hochzeitsschmaus!
Lasst, Mädchen, euch dies Beispiel rühren,
Das Warnung spricht,
Und flieht, so lang' euch Reize zieren,
Uns Dichter nicht!