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1748–1776

An Voss .

Ludwig Christoph Heinrich Hölty

Durch die Wolken hinauf, bis du den Stralenkranz, Der nur weiseren Dichtern Funkelt, dir um die Schläfe schlingst. Heisser liebe durch dich Enkel und Enkelin

Gott und seine Natur, herzliche Brudertreu, Einfalt, Freiheit und Unschuld, Deutsche Tugend und Redlichkeit. Stilles Trittes, o Voss, wandelt indess dein Freund

Durch Gefilde der Ruh, lauschet der Nachtigall Und der Stimme des leisen Mondbeschimmerten Wiesenborns; Singt den duftenden Hain, welchen das Morgenroth

Ueberflimmert mit Gold', oder den Frühlingsstrauss, Der am Busen des Mädchens, Mildgeröthet vom Abend, bebt. Mir auch weinet, auch mir, Wonne! das Mädchen Dank,

Küsst mein zärtliches Lied, drückt es an ihre Brust, Seufzt: Du redlicher Jüngling, Warum barg dich die Gruft so früh!

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