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1762

An meine Freunde

Ludwig Christoph Heinrich Hölty

Mangelnd jedes Gefühls, welches die Freundschaft giebt, War mein Leben entflohn, als ich die Treuen fand, Eurem offenen Arme, Bundesbrüder, entgegenflog.

Jeder kommende Tag knüpfte das Seelenband Unauflöslicher fest, geudete für und für, Aus der goldenen Schaale, Neue Freuden auf uns herab.

Selig wären wir, traun, selig wie keiner ist, Näm ein friedliches Thal uns in die Blumen auf, Frohe Schäfer, ach fiele Nie das eiserne Trennungsloos.

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An meine Freunde · Ludwig Christoph Heinrich Hölty · Poetry Cove