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1748–1776

An den Mond.

Ludwig Christoph Heinrich Hölty

Durch dieses Buchengrün, Wo Fantasein und Traumgestalten immer Vor mir vorüberfliehn! Enthülle dich, dass ich die Stätte finde,

Wo oft mein Mädchen sass, Und oft, im Wehn des Buchbaums und der Linde, Der goldnen Stadt vergass! Enthülle dich, dass ich des Strauchs mich freue,

Der Kühlung ihr gerauscht, Und einen Kranz auf jeden Anger streue, Wo sie den Bach belauscht! Dann, lieber Mond, dann nim den Schleier wieder,

Und traur' um deinen Freund, Und weine durch den Wolkenflor hernieder, Wie dein Verlassner weint!

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An den Mond. · Ludwig Christoph Heinrich Hölty · Poetry Cove