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1784

M.G.

Friedrich Hölderlin

Herr! was bist du, was Menschenkinder? Jehova du, wir schwache Sünder, Und Engel sinds, die, Herr, dir dienen, Wo ewger Lohn, wo Seligkeiten krönen.

Wir aber sind es, die gefallen, Die sträflich deiner Güte Strahlen In Grimm verwandelt, Heil verscherzet, Durch das der Hölle Tod nicht schmerzet.

Und doch, o Herr! erlaubst du Sündern, Dein Heil zu sehn, wie Väter Kindern, Erteilst du deine Himmelsgaben, Die uns, nach Gnade dürstend, laben.

Ruft dein Kind Abba, ruft es Vater, So bist du Helfer, du Berater, Wann Tod und Hölle tobend krachen, So eilst als Vater du zu wachen.

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