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1770–1843

Ermunterung .

Friedrich Hölderlin

Echo des Himmels! heiliges Herz! warum Warum verstummst du unter den Lebenden, Schläfst, freies! von den Götterlosen Ewig hinab in die Nacht verwiesen?

Wacht denn, wie vormals, nimmer des Aethers Licht? Und blüht die alte Mutter, die Erde nicht? Und übt der Geist nicht da und dort, nicht

Lächelnd die Liebe das Recht noch immer? Nur du nicht mehr! doch mahnen die Himmlischen, Und stillebildend weht, wie ein kahl Gefild, Der Athem der Natur dich an, der

Alleserheiternde, seelenvolle. O Hoffnung! bald, bald singen die Haine nicht Des Lebens Lob allein, denn es ist die Zeit, Daß aus der Menschen Munde sie, die

Schönere Seele sich neu verkündet, Dann liebender im Bunde mit Sterblichen Das Element sich bildet, und dann erst reich, Bei frommer Kinder Dank, der Erde

Brust, die unendliche, sich entfaltet, Und unsre Tage wieder, wie Blumen, sind, Wo sie, des Himmels Sonne sich ausgetheilt Im stillen Wechsel sieht und wieder

Froh in den frohen das Licht sich findet, Und er, der sprachlos waltet und unbekannt Zukünftiges bereitet, der Gott, der Geist Im Menschenwort, am schönen Tage

Kommenden Jahren, wie einst, sich ausspricht.

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