Rings um ruhet die Stadt, still wird die erleuchtete
Gasse,
Und mit Fackeln geschmückt rauschen die Wagen
hinweg.
Satt gehen heim, von Freuden des Tags zu ruhen,
die Menschen,
Und Gewinn und Verlust wäget ein sinniges Haupt
Wohl zufrieden zu Haus; leer steht von Trauben
und Blumen,
Und von Werken der Hand ruht der geschäftige
Markt.
Aber das Saitenspiel tönt fern aus Gärten; viel-
leicht, daß
Dort ein Liebender spielt, oder ein einsamer Mann
Ferner Freunde gedenkt und der Jugendzeit; und
die Brunnen,
Immerquillend und frisch, rauschen an duftendem
Beet.
Still in dämmriger Luft ertönen geläutete Glocken,
Und der Stunden gedenk rufet ein Wächter die
Zahl.
Jetzt auch kommet ein Wehn und regt die Gipfel
des Hains auf,
Sieh! und das Ebenbild unserer Erde, der Mond
Kommet geheim nun auch; die Schwärmerische, die
Nacht kommt,
Voll mit Sternen und wohl wenig bekümmert um
uns,
Glänzt die Erstaunende dort, die Fremdlingin unter
den Menschen,
Ueber Gebirgeshöhn traurig und prächtig herauf.