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1806

An Diotima

Friedrich Hölderlin

Schönes Leben! du lebst, wie die zarten Blüten im Winter, In der gealterten Welt blühst du verschlossen, allein. Liebend strebst du hinaus, dich zu sonnen am Lichte des Frühlings, Zu erwarmen an ihr, suchst du die Jugend der Welt.

Deine Sonne, die schönere Zeit, ist untergegangen Und in frostiger Nacht zanken Orkane sich nun.

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