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1799

Abschied

Friedrich Hölderlin

Wenn ich sterbe mit Schmach, wenn an den Frechen nicht Meine Seele sich rächt, wenn ich hinunter bin, Von des Genius Feinden Überwunden, ins feige Grab,

Dann vergiß mich, o dann rette vom Untergang Meinen Namen auch du, gütiges Herz! nicht mehr, Dann erröte, die du mir Hold gewesen, doch eher nicht!

Aber weiß ich es nicht? Wehe! du liebender Schutzgeist! ferne von dir spielen zerreißend bald Auf den Saiten des Herzens Alle Geister des Todes mir.

O so bleiche dich denn, Locke der mutigen Jugend! heute noch, du, lieber als morgen mir, ... hier, wo am einsamen Scheidewege der Schmerz mich,

Mich der Tötende niederwirft.

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