So will ich, ihr Himmlischen! denn euch danken
und endlich
Athmet aus leichter Brust, wieder des Sängers
Gebet.
Und wie, wenn ich mit ihr, auf sonniger Höhe
mit ihr stand,
Spricht belebend ein Gott innen im Tempel
mich an.
Leben will ich denn auch! schon grünt's! wie von
heiliger Leier
Ruft es von silbernen Bergen Appollons voran!
Komm! es war wie ein Traum! Die blutenden
Fittige sind ja
Schon genesen, verjüngt leben die Hoffnungen all!
Großes zu finden, ist viel, ist viel noch übrig, und
wer so
Liebte, gehet, er muß, gehet zu Göttern die
Bahn.
Und geleitet ihr uns, ihr Weihestunden! ihr ernsten,
Jugendlichen! o bleibt, heilige Ahnungen, ihr,
Fromme Bitten, und ihr, Begeisterungen, und
all ihr
Guten Genien, die gerne bei Liebenden sind,
Bleibt so lange mit uns, bis wir mit gemeinsamem
Boden,
Dort, wo die Seligen all niederzukehren bereit,
Dort, wo die Adler sind, die Gestirne, die Boten
des Vaters,
Dort, wo die Musen, woher Helden und Lie-
bende sind,
Dort uns, oder auch hier, auf thauender Insel
begegnen,
Wo die Unsrigen erst, blühend in Gärten gesellt,
Wo die Gesänge wahr, und länger die Frühlinge
schön sind,
Und von neuem ein Jahr unserer Sele beginnt!