Skip to content
1770–1843

8.

Friedrich Hölderlin

Dich nur, Dich erhält Dein Licht, o Heldin! im Lichte, Und Dein Dulden erhält liebend, o Gütige! Dich;

Und nicht einmal bist Du allein, Gespielen genug sind, Wo blühest und ruhst unter den Rosen des Jahrs;

Und der Vater, er selbst, durch sanft muthath- mende Musen Sendet die zärtlichen Wiegengesänge Dir zu. Ja! noch ist sie es ganz! noch schwebt vom Haupte

zur Sohle, Still herwandelnd, wie sonst, mir die Athene- rin vor. Und wie, freundlicher Geist! von heitersinnender

Stirne Segnend und sicher Dein Stral unter die Sterb- lichen fällt, So bezeugest Du mir's, und sagst mir's, daß ich

es Andern Wiedersage, denn auch Andere glauben es nicht, Daß unsterblicher doch, denn Sorg' und Zürnen, die Freude

Und ein goldener Tag täglich am Ende noch ist.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
8. · Friedrich Hölderlin · Poetry Cove