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1770–1843

7.

Friedrich Hölderlin

Aber o Du, die schon am Scheidewege mir damals, Da ich versank vor Dir, tröstend ein Schöneres wies, Du, die, Großes zu sehn und froher die Götter

zu singen, Schweigend, wie sie, mich einst stille begeisternd, gelehrt, Götterkind! erscheinest Du mir, und grüßest, wie

einst, mich, Redest wieder, wie einst, höhere Dinge mir zu? Siehe! weinen vor Dir und klagen muß ich, wenn schon noch

Denkend edlerer Zeit, dessen die Sele sich schämt. Denn so lange, so lang' auf matten Pfaden der Erde Hab' ich, Deiner gewohnt, Dich in der Irre

gesucht, Freudiger Schutzgeist! aber umsonst, und Jahre zerrannen, Seit wir ahnend um uns glänzen die Abende

sahn.

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