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1770–1843

6.

Friedrich Hölderlin

Aber die Nacht kommt! Laß uns eilen, zu feyern das Herbstfest. Heut noch! voll ist das Herz, aber das Leben ist kurz,

Und was uns der himmlische Tag zu sagen geboten, Das zu nennen, mein Schmidt, reichen wir Beide nicht aus. Trefliche bring' ich dir und das Freudenfeuer wird

hoch auf Schlagen, und heiliger soll sprechen das kühnere Wort. Siehe! da ist es rein! Und des Gottes freundliche

Gaben Die wir theilen, sie sind zwischen den Liebenden nur Anderes nicht — o kommt, o macht es wahr!

denn allein ja Bin ich und Niemand nimmt mir von der Stirne den Traum? Kommt und reicht, ihr Lieben, die Hand! das

möge genug seyn, Aber die größere Luft sparen dem Enkel wir auf.

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