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1770–1843

2.

Friedrich Hölderlin

Ja! es frommet auch nicht, ihr Todesgötter! wenn einmal Ihr ihn haltet, und fest habt den bezwungenen Mann,

Wenn ihr Bösen hinab in die schaurige Nacht ihn genommen, Dann zu suchen, zu flehn, oder zu zürnen mit euch,

Oder geduldig auch wohl im furchtsamen Banne zu wohnen, Und mit Lächeln von euch hören das nüchterne Lied.

Soll es seyn, so vergiß dein Heil, und schlummere klanglos! Aber doch quillt ein Laut hoffend im Busen Dir auf,

Immer kannst Du noch nicht, o meine Seele, noch kannst Du's Nicht gewohnen, und träumst mitten im eisernen Schlaf!

Festzeit hab' ich nicht, doch möcht' ich die Locke bekränzen; Bin ich allein denn nicht? aber ein Freundliches muß

Fernher nahe mir seyn, und lächeln muß ich und staunen, Wie so selig doch auch mitten im Leide mir ist.

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