Täglich geh' ich heraus und such' ein Anderes immer,
Habe längst sie befragt, alle die Pfade des Lands;
Droben die kühlenden Höhn, die Schatten alle
besuch' ich,
Und die Quellen; hinauf irret der Geist und
hinab,
Ruh' erbittend; so flieht das getroffene Wild in
die Wälder,
Wo es um Mittag sonst sicher im Dunkel geruht;
Aber nimmer erquickt sein grünes Lager das Herz
ihm,
Jammernd und schlummerlos treibt es der
Stachel umher.
Nicht die Wärme des Lichts, und nicht die Kühle
der Nacht hilft,
Und in Wogen des Stroms taucht es die Wun-
den umsonst.
Und wie ihm vergebens die Erd' ihr fröhliches
Heilkraut
Reicht, und das gährende Blut keiner der Ze-
phyre stillt,
So, ihr Lieben, auch mir, so will es scheinen,
und Niemand
Kann von der Stirne mir nehmen den traurigen
Traum?