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1879

Dem Hohen

Peter Hille

Weltatmender, der du Geister, Urfunken der Liebe, Mit dem Brandmal der Geburt In Leiber schließest

Und schleuderst fort den Schlüssel. Und so finden sie sich Und du fühlst sie Und schwellend, voll brausender Güte,

Zieht deiner Welle göttliche Flut Schwellend entgegen Mit ganzer Seele dir Zudürstendem ... Oder sie verlieren die einsamen Schritte

Und du wirst kalt mit ihnen Kalt wie das, was nicht du ... Überwonniger, Freiheiteingeborener;

Jedwed' Lob verhöhnt deine ragende Fülle! Denn es begrenzt die ewigen Glieder Der stehenden Tiefe, der steigenden Geister, Der fallenden;

Wärmende Werke hegen Im quellenden Schoße der Seele, Das weckt dein Leben! Gnadenquillend erwachend

Stürzt auf uns ein Höhenwärts wirbelnder Segen. Wie sollen wir zählen All deine ragenden Wipfel?

An allem lebst du empor! Wie sollen dich wir halten? Fassen wir dieses: Entschwebt nachlachend uns andres.

Was sollen wir glauben? Da unser Auge und Antlitz schon lügen! Was sollen wir forschen? Dein Wille geschehe ...

Wir wollen nur lieben wie du. Dann lieben wir dich.

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