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1872

Prolog

Paul Heyse

Ein irres Stammeln nur, Ein schüchtern Radebrechen! Wie glückte mir's, Natur, Dein Wesen auszusprechen!

Du hältst mich weich im Arm Und neigst dich deinem Kinde; All seinen dunklen Harm Besprichst du ihm gelinde.

Ich lausch' empor zu dir, Du Hohe, Milde, Traute, Nachlallend voll Begier Die halbverstandnen Laute;

Magst du in Frühlingspracht Der eignen Schönheit staunen, In Sturm und Wetternacht Erhabne Sprüche raunen.

Dann wieder lächelst du Und wandelst deine Bahnen, Und ohne Rast und Ruh Folg' ich in dumpfem Ahnen,

Beglückt, in wachem Traum Mich dir so nah zu wissen Und deines Kleides Saum, O Mutter, dir zu küssen!

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