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1872

[Kein Wort, kein Blick]

Paul Heyse

Kein Wort, kein Blick; Das lieblichste Glück Verschwunden, verloren, dahin! Nie mehr – nie mehr – –

Von den Glücklichen wer, Wer faßt den vernichtenden Sinn? Kein flüsternder Gruß, Kein lächelnder Kuß,

Die scherzende Lippe verstummt; Die süße Gestalt Nun starr und kalt In das traurige Laken vermummt.

Was kann und vermag, Was will – o sag – Die Welt, die zu trösten uns meint? Ihre Zaubergestalt

Erbleicht alsbald, Wenn das blasse Gesichtchen erscheint. Ihr lockender Chor, Nicht zieht er empor

Ein Herz, zur Tiefe gebeugt. Wir wandeln dahin Mit verschlossenem Sinn Und horchen, wie er nun schweigt!

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