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1872

3.

Paul Heyse

Also, daß der Mensch vom Affen abstammt, dünkt dir zweifelhaft, Leugnest mit den strengen Pfaffen Darwin's tiefe Wissenschaft? Problematisch bleibt's; indessen, klar ist der Familienzug. Sieh nur, wie statt blanker Waffen auch der Mensch vom Boden rafft,

Was ihm kommt an faulen Äpfeln, eklem Unrat in die Hand, Nur um Hilfe sich zu schaffen gegen überlegne Kraft. Eilen nicht, wenn ein erhabnes Vorbild ragt vor ihrem Blick, Nachzustümpern eitle Laffen seine Werke tölpelhaft?

Und die edlen Menschenkinder, die sich dünken göttergleich, Wie sie achselzuckend gaffen, wenn des Helden Mut erschlafft, Gassenbubenhaft frohlocken, wenn er endlich niedersinkt, Weil ihm tiefe Wunden klaffen, draus entströmt der Lebenssaft?

Auf die Bäume nur zu klettern hütet sich ein Weibessohn, Denn sein Fuß ist so beschaffen, daß die Erd' ihn hält in Haft. Doch ihr schadenfröhlich Grinsen, wagt er's doch und fällt herab, Schwerbemüht, sich aufzuraffen – ist's nicht völlig affenhaft?

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