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1872

1.

Paul Heyse

Tief in unsres Herzens Grunde ruht ein Schutt- und Trümmerhauf. Aufgewühlt in dunkler Stunde drängt er ungestüm herauf. Frühzerstörte Illusionen, Unbill, die das Blut empört, Hohn auf all das ungesunde Gaukelspiel im Weltenlauf.

Darum, wenn sein Herz der Dichter lüften will im Selbstgespräch, Tönen aus dem Liedermunde Klagen oft zum Licht hinauf. Ach, sein Rügelied – nur selten, da die Welt gedankenlos, Weckt es in der weiten Runde ein verstehend Echo auf.

Selbst dem eignen Ohre tönt es oft zu herb und ungerecht, Doch es kühlt den Brand der Wunde, und so nimmt er's mit in Kauf.

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