Skip to content
1899

Der Winter

Georg Heym

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel. Die Häuser recken sich mit leeren Mienen. Nun wohnen wir in rings umbauter Enge,

Im kargen Licht und Dunkel unserer Gruben, Wie Seiler zerrend grauer Stunden Länge. Die Tage zwängen sich in niedre Stuben, Wo heisres Feuer krächzt in großen Öfen.

Wir stehen an den ausgefrornen Scheiben Und starren schräge nach den leeren Höfen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der Winter · Georg Heym · Poetry Cove