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1899

Der Garten

Georg Heym

Der Mund ist feucht. Und wie bei Fischen breit Und leuchtet rot in dem toten Garten. Sein Fuß ist glatt und über den Wegen breit. Winde gehen hervor aus dem faltigen Kleid.

Er umarmet den Gott, der dünn wie aus Silber Unter ihm knickt. Und im Rücken die Finger Legt er ihm schwarz wie haarige Krallen. Quere Feuer, die aus den Augen fallen.

Schatten gehen und Lichter, manchmal ein Mond. Ein Gesause der Blätter. Aus warmer Nacht Trübes Tropfen. Und unten rufen die Hörner Wandelnder Wächter über der gelben Stadt.

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Der Garten · Georg Heym · Poetry Cove