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1899

16.

Georg Heym

Der Lager Tore fassen nicht die Menge. Die Fliehnden pressen sich an Tores Schwellen. Die Leiber türmen auf sich zu den Wällen, Wie eine Woge brausend durch die Enge.

Auf den Erdrückten, die zu tausend fallen, Stürzt nach die Flucht, hin durch die Lagergassen. Die Zelte stürzen nieder vor den Massen, Die wie Lawinen wachsend hin sich ballen.

Die Kranken treten tot sie in den Betten. Die Fraun und Kinder stößt sie in den Kot. Nur ein Gedanke: sich zum Schiff zu retten. Die Menge wälzt herab sich zu dem Strande,

Was in den Weg ihr kommt, das tritt sie tot. Ins Wasser stürzt sie, wie ein Strom vom Lande.

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