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1817–1875

XxI.

Georg Herwegh

O Freiheit, Freiheit! Nicht wo Hymnen schallen, In reichgeschmückten fürstlichen Arkaden — Freiheit! Du wohnst an einsamen Gestaden, Und liebst die Stille, wie die Nachtigallen.

Du fliehest das Geräusch der Marmorhallen, Wo trunkne Schlemmer sich im Weine baden, Du läßt in Hütten dich zu Gaste laden, Wo Thränen in die leeren Becher fallen.

Ein Engel nahst Du bei verschloßnen Thüren, Stellst lächelnd Dich an Deiner Treuen Bette, Und horchst der himmlischen Musik der Kette. Nicht stolze Tempel wollen Dir gebühren,

Drin wir als Opfer unsern Stolz Dir bieten —

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