Skip to content
1817–1875

Xl.

Georg Herwegh

Ob die Locken eine Glorie quellen Um Dein Antlitz und Du himmlischmild Auf mich blickst, ein stumm Marienbild, Das zwei blaue Sterne fromm erhellen,

Ob Dein Haar in ungebundnen Wellen Um den Nacken flutet, stolz und wild, Und Dein Aug' ein harter Demantschild, Dran die kühnsten Wünsche jach zerschellen;

Ob ich sehe mit dem Heil'genscheine Dich, ob mit des Unmut's düstrer Falte, Ewig, ewig fleh' ich nur das Eine: Daß Dein schöner Mund doch nie erkalte,

Daß Dein schönes Auge niemals weine, Und mir Gott Dein schönes Herz erhalte.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Xl. · Georg Herwegh · Poetry Cove