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1817–1875

Vive le Roi !

Georg Herwegh

Mit diesem Lügenwunsch ihn doch berauscht! Wie gierig haben stets bei seinen F Furcht, Interesse, Eitelkeit gelauscht! Ich mag den Herren ihre Kreuze gönnen,

Wenn ich sie so zu Hofe traben seh', Und steh' bei Seit', um rufen noch zu können: Dem Hochmut eines Erdengotts gefröhnt; Wie ward ihr lauter Jubel doch so leise,

Als drauf der Leoniden Ruf ertönt! O heil'ger Ruf, der noch in unsern Tagen So prächtig klingt, wie bei Thermopilä; Auch unsre Fahne soll als Wahlspruch tragen:

Von unsern Burgen, wenn am eignen Herd In ihres Fürsten Namen die Vasallen Erwürgte unsrer gnäd'gen Herren Schwert! Noch heben nächtlich sie bei Mondenschimmer

Die blut'gen Klingen fluchend in die Höh', Doch lächelnd schreibt der Wandrer auf die Trümmer: Der Rache Ruf im eitelen Refrain; Daß ja das ew'ge Kind recht ruhig schlafe,

Seht ihr, Doch bricht das Wetter aus, so lang beschworen, Ist er verlassen, ohne Schmeichler — Weh! Dann donnert ihm vernichtend in die Ohren:

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