Und wieder ob den Landen Lag jüngst ein schwerer Bann: Da ist ein Mann erstanden, Ein ganzer, deutscher Mann;
Ein Deutscher und ein Freier, Wer hätte das gedacht? Daß selbst die deutsche Leier Aus ihrem Schlaf erwacht.
Ein Deutscher und ein Freier, Was ihr wohl selten schaut; Ja wohl, ein kühner Freier Um eine stolze Braut:
Der schwur gar laute Fehde Der trotzigen Gewalt, Daß rings von seiner Rede Das Echo widerhallt:
„mög' euch der Herr behüten Der Kronen lichten Glanz: Doch flechtet aus den Blüten Auch endlich einen Kranz;
Um all die deutschen Sonnen Muß auch Ein Himmel sein, Er muß zu Einer Tonnen, Der deutsche Feuerwein.“
„drum kommt, ihr Herrn, geschwinde, Laßt uns zur Taufe gehn: Bei einem schönen Kinde Sollt ihr Gevatter stehn!
Wollt ihr den Namen wissen? Ihr bindet in die Kissen Ihm wohl die „und was ihr sonst versprochen:
Gebt auch die Rede frei! Er wird ja doch zerbrochen, Der Stab der Tyrannei; Nie wird sich mehr erheben
Bis zu des Adlers Nest Die Wespe, die ihr Leben Mit ihrem Stachel läßt.“ „es wird zunichte werden,
Der Sklaverei Phantom, Und frei rauscht durch die Erden Der Freiheit Alpenstrom; Der Strom, der sich sein Bette
Nur tiefer, tiefer wühlt, Bis er die letzte Kette Der Menschheit fortgespült.“ „vertraut doch eurem Volke,
Dem Seemann, der nie irrt Und weiß, was euch die Wolke Am Abend bringen wird; Dem Schnitter, der die Garbe,
Die reife, wohl erkennt; Dem Krieger, den die Narbe Vor jedem Treffen brennt!“ „es kommt ein Sturm, drum gehen
Die Seelen auch so hoch, Ihr müßt das Steuer drehen: So hört, ihr Fürsten, doch! Hier hilft kein Compaßregeln,
Hier hilft am Strand kein Thurm; So rief er laute Fehde Der trotzigen Gewalt, Daß noch von seiner Rede
Das Echo widerhallt. Den Weisen, den Geehrten, Hat's aber mißbehagt: Gleich jenen Schriftgelehrten,
Wenn sie der Herr gefragt.
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