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1817–1875

Ii.

Georg Herwegh

Ufnau! Hier modert Für's deutsche Volk an's Kreuz geschlagen; Ein deutsches Mekka wär' diß Eiland, Hätt' Ihn kein deutsches Weib getragen.

Der Hutten ist's, und Ihn erkür' ich Zu meines Herzens erstem Helden; Mein Weltmeer sei Dein See, o Zürich! Von seinen Mähren laßt mich melden.

Der Hutten ist's, ob den Despoten Verachtet Ihr des Volkes Vesten; Ihr buhlet täglich mit den Toten, Ach! und vergesset Eure Besten.

Ihr weintet jener Hieroglife Im Ocean manch verlorne Thräne, Und ahntet nicht die Wundertiefe Der reinen deutschen Hippokrene.

Der Heran zum Hügel des Verbannten! Der Und lernt ihn kennen, den Verbannten!

Die Freiheit schwanket zwischen Klippen Umher auf steuerlosem Boote, Schon nahn sich ihr mit ekeln Lippen Zum Kusse die Ischariote.

Wir brauchen einen großen Schatten, Deß Geist um unsre Waffen schwebe, Der, wenn im Kampfe wir ermatten, Uns Blut von seinem Blute gebe.

O glaubet nicht, daß ihr ihn fändet Auf jenem Fels im fernen Meere; Wie zitterte manch stolzer Gibel, Als donnernd einst in böser Stunde,

Gleich Schwerterklang zu Luthers Bibel, Das Wort erscholl aus Das Wort, das, als die Welt geknechtet, Als finstrer Wahn sie unterjochte,

So kühn für alle Welt gerechtet, So einsam an den Himmel pochte. Ließ er sich von den Kutten meucheln, Und hat er darum sterben müssen,

Daß nun die Enkel sonder Heucheln Den Mantel von Marengo küssen? Wie lang mit Lorbern überschütten Wollt ihr die corsische Standarte?

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