Wie Wogendonner vom fernen Meer,
Wie Wetter und Sturm im Lenze,
So brauset der Tag, der junge, daher,
Und die alten Kerker, sie werden leer —
Kredenze, mein Liebchen, kredenze! —
Doch weiß ich noch manch einen wackeren Mann,
Der drein mit Ehren kommen kann.
Gott schütze Dich, Liebchen!
Ihr habt die Erlösung so nahe gedacht,
Ihr Brüder, ihr lustigen Zecher;
Ihr glaubtet zu fallen in blutiger Schlacht;
In den Kerkern wird uns Quartier gemacht —
Den Becher, mein Liebchen, den Becher! —
Die Alten heraus und die Jungen hinein!
Wie sollte der Weltlauf anders sein?
Gott schütze Dich, Liebchen!
Es gehet auf Erden wieder um
Der Teufel mit wildem Gebrülle;
Die deutsche Lippe bleibet nicht stumm,
Der Deutsche schützet sein Heiligthum —
O fülle, mein Liebchen, o fülle! —
Der Himmel will's und das Herz gebeut's:
Wir sprechen wie Männer und tragen das Kreuz.
Gott schütze Dich, Liebchen!
Vom hohen Thurme schauet ein Aar —
Denk' mein, Feinliebchen, o denke! —
Dort ruhet mein Arm, dort bleichet mein Haar;
Doch über drei Tage und über ein Jahr —
Schenk' ein, mein Liebchen, o schenke —
Da läuten die Völker zum heiligen Sturm,
Wir leeren die Gläser, und steigen vom Thurm!
Gott