Ein freies Wort in Hamburgs Flammen!
Denn in den Flammen seht ihr's gern;
Es wird mich Fürst und Volk verdammen
Und doch — ich find' kein Lied, ihr Herrn;
Kaum will ein Laut sich in mir regen,
Ein Laut für den Philistersegen,
Der aus der heißen Asche bricht;
Laßt mich ein Sprüchlein niederlegen:
Ihr wißt, ich bin ein schlechter Reimer,
Dieß liegt trotz eurer Nacht am Tag;
Doch ist mein Vers kein Wassereimer,
Den man zum Löschen füllen mag;
Ich jauchzte, als die Feuerzungen
Jüngst so beredt durch's Land geklungen,
Ja, Feuer! rief noch mein Gedicht;
Ich hab' den Stürmen zugesungen:
Bewahrt das Feuer und das Licht!
Manch trocken Auge ward gefeuchtet,
Manch kalte Seele wurde heiß,
Und glühend hat das Eis geleuchtet,
Das starre, deutsche Gletschereis;
Der Bund der Eintracht ward beschworen,
Das Feuer hat uns neu geboren,
Des Rheines Wasser konnt' es nicht —
O sei kein Funke drum verloren:
Bewahrt das Feuer und das Licht!