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1817–1875

Arndt's Wiedereinsetzung.

Georg Herwegh

O Jubelbotschaft, die zu uns gekommen! O selten, selten Glück! Ihr hattet einen starken Mann genommen, Und gebt uns einen Greis zurück!

Als einst gehemmet ihr des Schwertes Blitze Bei diesem Sohne Teut's, Da in das Land stieß fluchend er die Spitze, Und kniete vor dem stumpfen Kreuz.

Deß Lied man sich erfreut in Süd und Norden, Im Feld, am stillen Herd, Durch Eure Ruthen ist verwandelt worden Sein Pegasus zum Steckenpferd.

Und nun, da 's Zeit, daß man sie wieder zücke, Die Flammberg' allzumal, Nun schickt Ihr uns den Alten mit der Krücke, Alt — nicht blos durch der Jahre Zahl.

Wohl möcht' er stehn, wie wir noch, und nicht wanken Im heissen Pulverdampf, Doch rufen Und

Die Kugel blieb dieselbe allerwegen Vom alten guten Blei, Doch trägt man ihr ein ander Haubt entgegen, Sie reißt ein stolzer Herz entzwei.

Vor Einem Altar, dem der Freiheit, reichen Sich Völker nun die Hand, Und weiter, als die Lorbern und die Eichen, Dehnt sich des Deutschen Vaterland.

Die Sterne blassen, wenn die Sonnen funkeln, Und Sonne ist er nicht; Er ist ein schöner Stern, laßt ihn im Dunkeln! Was reißt Ihr ihn an's Morgenlicht?

Er ist ein Abendrot und mag noch feuchten Manch Auge, kummerschwer, All nn er die junge Welt nicht mehr.

Es zieht durch sie ein frischer schaffend Wehen In ungehemmtem Lauf, Und mit des Frühlings neuen Blumen gehen Auch neue große Herzen auf!

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