Ihr spottet unser, stolze Würdenträger? Baut nicht zu viel auf Euer Ahnenschild! Vielleicht noch Vielleicht schon morgen das gejagte Wild!
Mit manchem Worte wollt' Er Euch bedeuten, Mit manchem Wort zu Frommen Euch und Nutz: Ihr aber Nimm, deutsche Jugend, nimm sein Lied in Schutz!
Ich spielte freilich nur auf Einer Saite, Die Euch, erlauchte Herren, stets mißfällt: Doch rief nicht Zum Streite ruft der neue Geist der Welt!
Und jauchzt das Volk und schwingt es seine Mützen, Wollt Ihr den Leiermann drum ächten? Thut's! Der Adler weiß die Nachtigall zu schützen — Nimm, deutsche Jugend, unser Lied in Schutz!
Leicht können wir der Fürsten Gunst entbehren Für Sie soll mich auch in Zukunft singen lehren, Die mir die Hand zum ersten Lied geführt;
All' meine Schätze leg' ich ihr zu Füßen: Die Ja wohl! ich werd' ihr Sklave bleiben müssen, — Nimm, deutsche Jugend, nimm mein Lied in Schutz!
Sie, die kein Wetter aus dem Schlafe rüttelt, Die Treibhauspflanzen, die ein Mädchen hegt, Indeß der Sturm die Brüder draußen schüttelt: Du lächelst ob der Demuth unsrer Alten,
Und willst nur Zorn und kühner Worte Trutz; Zwar hinkt mein Vers, doch ist er ohne Nimm, deutsche Jugend, nimm mein Lied in Schutz! Gleich wie die Lerche grüßt den ersten Funken,
Der aus dem Aug' des jungen Tages bricht: So macht ein Strahl von Hoffnung schon mich trunken, Ich brauch' die Sonne der Erfüllung nicht. „es
Schriebst Du nicht also, mein geliebter Prutz? Kein Korn der Freiheit darf verloren gehen — Nimm, deutsche Jugend, unser Lied in Schutz!
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