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1846

1.

Georg Herwegh

Die Zeit ist die Madonna der Poeten, Die Mater dolorosa, die gebären Den Heiland soll. Drum halt die Zeit in Ehren: Du kannst nichts Höheres, denn sie, vertreten.

Hat deine Zeit einmal nicht Lust zum Beten, Du wirst sie keines Besseren belehren! Warum die Augen ewig rückwärts kehren? Im eigenen Jahrhundert dich verspäten?

Ich achte all dies strahlende Gelichter Und deinen ganzen Himmel nicht sehr teuer, Obschon du höflichst dreingesetzt den Dichter. Nimm einen Lorbeer für die Ungeheuer

Und für die kolossalen Bösewichter, Doch deine Heiligen – die wirf ins Feuer!

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