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1773

26. Das Lied der HoffnungItalienisch

Johann Gottfried Herder

Hoffnung, Hoffnung, immer grün! Wenn dem Armen alles fehlet, Alles weicht, ihn alles quälet, Du, o Hoffnung, labest ihn.

Alles mag das Glück uns rauben, Freunde, Freuden, Würde, Gut; Nur umsonst ist Glückes Schnauben Wenn uns Hoffnung gütlich thut.

Hoffnung, Hoffnung, immer grün! Wenn dem Armen alles fehlet, Alles weicht, ihn alles quälet, Du, o Hoffnung, tröstest ihn.

Wenn die Meereswogen brüllen, Singet der Sirenen Schaar; Hoffnung kann die Fluthen stillen, Führt den Schiffer durch Gefahr.

Hoffnung, Hoffnung u.s.w. Du, o Hoffnung, leitest ihn. Dir, o süsse Hoffnung, säet Froh der Landmann seine Saat:

Trauet dir und frölich mähet Was er dir vertrauet hat. Hoffnung, Hoffnung u.f. Jener, der das Reich verlohren,

Dieser in den Fesseln hier, Der, zum Sklaven nur gebohren, Alle, Alle singen dir: Hoffnung, Hoffnung u.f.

Ist des Lebens Baum verdorret, Will die letzte Blüthe fliehn! Trittst du, Trösterin, zum Kranken, Zeigst ihm noch die Wurzel grün.

Hoffnung [, Hoffnung] u.f. In Verzweiflung, im Gefechte, Wenn schon alles weicht und fällt; Stehst du an des Edlen Rechte,

Winkest ihm in andre Welt. Hoffnung, Hoffnung u.f.

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