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1773

24. Das Lied vom SchmetterlingeDeutsch

Johann Gottfried Herder

Liebes, leichtes, luftges Ding, Schmetterling, Das da über Blumen schwebet, Nur von Thau und Blüthen lebet,

Blüthe selbst, ein fliegend Blatt, Das mit welchem Rosenfinger! Wer bepurpurt hat? Wars ein Sylphe, der dein Kleid

So bestreut, Dich aus Morgenduft gewebet, Nur auf Tage dich belebet; Seelchen und dein kleines Herz

Pocht da unter meinem Finger, Fühlet Todesschmerz. Fleuch dahin, o Seelchen, sey Froh und frei,

Mir ein Bild, was ich seyn werde, Wenn die Raupe dieser Erde, Auch wie du ein Zephyr ist, Und in Duft und Thau und Honig

Jede Blüthe küßt.

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