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1892

Wilder Jäger

Karl Henckell

Hast du Wode gehört, Wilden Jäger der Nacht, Und wie Siegfried sein Schwert Scharf geschliffen zur Schlacht?

Hast geschaut du am Rhein, Wie der Freiheit zum Sold Gute Niblungen weihn Schwere Schätze von Gold?

Horch: Feinde ringsum! Rennt die Losung durchs Land, Und der Hader wird stumm, Und der Groll gibt die Hand.

Volkes Aufgebot Wie der Sturmwind bereit, Und: Auf Leben und Tod In den schrecklichen Streit!

Keine Hilfe versagt, Freideutschland heraus – Mit der Tücke gewagt Den notwendigen Strauß!

Dem verschlagenen Wicht An der Newa den Lohn, Der die Ehre zerbricht, Unserm Glauben zum Hohn!

Und dem schuldigen Bund Seiner Schergen die Faust, Daß dem Höllenhund In den Abgründen graust!

Blankes Schwert empört! Welt voll Niedertracht! Hast du Wode gehört, Wilden Jäger der Nacht?

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