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1892

Hymne an Zeppelin

Karl Henckell

Majestätische, Stolze Geleise Zog es von dannen ... Wie staunte die Nacht!

Wunder umwob Die geflügelte Reise, Kühn vom gewaltigen Luftschiff vollbracht.

Willkür und Allmacht Der Winde gebrochen, Dunkles Geheimnis Des Fluges erkannt!

Höher die Pulse Der Harrenden pochen, Sphären gehorchen Der steuernden Hand.

Wachende Städte! Wimmelnde Fluren! Siegverkündender Funke der Welt!

Völker des Erdballs Folgen den Spuren, Hoch durch das Luftreich Zieht sie der Held.

Held! Ob erschütternden Mißgeschickes Blindverwüstendes Feuer dich schlug,

Unbeirrbar Spähenden Blickes Planst du schon neuen, Erprobteren Flug.

Held! Deiner Seele Sonniger Wille, Deiner Erkenntnis Stählerner Mut

Hielt in Stürmen des Ungemachs stille, Weihte dem Meisterwerk Leben und Gut.

Graf Zeppelin, Du zähester Schwabe, Dein sich des Glaubens Erfüllung beschied,

Dir unsrer Liebe Wirkende Gabe, Dir der Bewunderung Krönendes Lied.

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