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1892

Börsencafé

Karl Henckell

Das Café braust von Stimmen, Es summt und saust und schwirrt, Zigarren rötlich glimmen, Geschirr und Silber klirrt.

Weißlichter durch den Schleier Der Tabakwolken sprühn– Fortunas heiße Freier Vor wilder Wollust glühn.

Plötzlich die Atmosphäre Zerschneidet scharf und fahl Langsam die gelbe Mähre Des Börsenfürsten Baal.

Vom Bluthund Not begleitet, Umkrallt vom Vampyr Qual, Gott Mammon golden reitet Gigantisch durch den Saal.

Des starren Blicks Gewalten, Sie heischen stummen Zoll, Der Knechte Hände falten Sich betend andachtsvoll.

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