Skip to content
1892

Aufschwung

Karl Henckell

„Was ruft uns empor Aus verdämmernden Tiefen, Was löst uns die Ketten Und hebt uns zum Licht?

Wir sind die Betrognen, Die tausend Jahr schliefen, Kein Gott kann uns retten Mit fremdem Gericht.

Geklammert am Kreuz Wir harrten auf Drüben, Hochmütig vom Wahne Genarrt und geduckt ...

Blind tappte das Leben Im Dumpfen und Trüben – Gleich Blitz und Orkane Jetzt reißt es und zuckt.

Die Sehnsucht schwoll, Es durchbrausen die Schwingen Der kühnen Gedanken Unhemmbar die Welt.

Wir müssen die Freiheit Der Geister erringen, Gesprengt sind die Schranken – Auf uns ist's gestellt.“

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Aufschwung · Karl Henckell · Poetry Cove