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1797–1856

XlIV.

Heinrich Heine

Aus alten Mährchen winkt es Hervor mit weißer Hand, Da singt es und da klingt es Von einem Zauberland';

Wo bunte Blumen blühen Im goldnen Abendlicht', Und lieblich duftend glühen, Mit bräutlichem Gesicht;

Und grüne Bäume singen Uralte Melodein, Die Lüfte heimlich klingen, Und Vögel schmettern drein;

Und Nebelbilder steigen Wohl aus der Erd' hervor, Und tanzen luft'gen Reigen, Im wunderlichen Chor;

Und blaue Funken brennen An jedem Blatt und Reis, Und rothe Lichter rennen Im irren, wirren Kreis;

Und laute Quellen brechen Aus wildem Marmorstein, Und seltsam in den Bächen Strahlt fort der Wiederschein.

Ach! könnt' ich dorthin kommen, Und dort mein Herz erfreu'n, Und aller Qual entnommen, Und frei und selig seyn!

Ach! jenes Land der Wonne, Das seh' ich oft im Traum, Doch kommt die Morgensonne, Zerfließt's wie eitel Schaum.

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