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1797–1856

XiII. Der wunde Ritter.

Heinrich Heine

Ich weiß eine alte Kunde, Die hallet dumpf und trüb'; Ein Ritter lag liebeswunde, Doch treulos ist sein Lieb.

Als treulos muß er verachten Die eigne Herzliebste sein, Als schimpflich muß er betrachten Die eigne Liebespein.

Er möcht' in die Schranken reiten, Und rufen die Ritter zum Streit: Der mag sich zum Kampfe bereiten, Wer mein Lieb eines Makels zeih't!

Da würden wohl Alle schweigen, Nur nicht sein eigener Schmerz; Da müßt' er die Lanze neigen Wider's eigne klagende Herz.

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