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1797–1856

Iv.

Heinrich Heine

Im Hirn spukt mir ein Mährchen wunderfein, Und in dem Mährchen klingt ein feines Lied, Und in dem Liede lebt und webt und blüht Ein wunderschönes, zartes Mägdelein.

Und in dem Mägdlein wohnt ein Herzchen klein, Doch in dem Herzchen keine Liebe glüht; In dieses lieblos frostige Gemüth Kam Hochmuth nur und Uebermuth hinein.

Hörst du wie mir im Kopf' das Mährchen klinget? Und wie das Liedchen summet ernst und schaurig? Und wie das Mägdlein kichert leise, leise? Ich fürchte nur, daß mir der Kopf zerspringet:

Und, ach! da wär's doch gar entsetzlich traurig, Käm' der Verstand mir aus dem alten Gleise.

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