Hastig schritt er aus dem Dome,
Jagte fort auf seinem Rappen,
Daß im Wind die feuchten Locken
Und des Hutes Federn wallen.
Auf dem Weg' nach Alkolea,
Dem Guadalquivir entlange,
Wo die weißen Mandeln blühen,
Und die duft'gen Gold-Orangen;
Dorten jagt der lust'ge Ritter,
Pfeift und singt, und lacht behaglich.
Und es stimmen ein die Vögel,
Und des Stromes laute Wasser.
In dem Schloß zu Alkolea
Wohnet Clara de Alvares,
In Navarra kämpft ihr Vater
Und sie freut sich mindern Zwanges.
Und Allmansor hört schon ferne
Pauken und Trommeten schallen,
Und er sieht des Schlosses Lichter
Blitzen durch der Bäume Schatten.
In dem Schloß zu Alkolea
Tanzen zwölf geschmückte Damen,
Tanzen zwölf geschmückte Ritter,
Doch am schönsten tanzt Almansor.
Wie beschwingt von muntrer Laune
Flattert er herum im Saale,
Und er weiß den Damen allen
Süße Schmeichelein zu sagen.
Isabellens schöne Hände
Küßt er rasch, und springt von dannen;
Und er setzt sich vor Elviren
Und er schaut ihr froh in's Antlitz.
Lachend fragt er Leonoren:
Ob er heute ihr gefalle?
Und er zeigt die goldnen Kreuze
Eingestickt in seinen Mantel.
Und zu jeder Dame spricht er:
Daß er sie im Herzen trage;
Und „so wahr ich Christ bin“ schwört er
Dreißig Mal an jenem Abend.