Skip to content
1826

5.Geheimnis

Heinrich Heine

Wir seufzen nicht, das Aug' ist trocken, Wir lächeln oft, wir lachen gar! In keinem Blick, in keiner Miene, Wird das Geheimnis offenbar.

Mit seinen stummen Qualen liegt es In unsrer Seele blut'gem Grund; Wird es auch laut im wilden Herzen, Krampfhaft verschlossen bleibt der Mund.

Frag du den Säugling in der Wiege, Frag du die Toten in dem Grab, Vielleicht daß diese dir entdecken, Was ich dir stets verschwiegen hab.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
5.Geheimnis · Heinrich Heine · Poetry Cove